Herbststimmung

Oktober 31, 2009 von provinzler

Der entlaubte Kirschbaum auf unserem Hof spiegelt die Melancholie des Herbstes wider.
Kirschbaum im Herbst

Der Baum hat sich seiner Schönheit entledigt
und alle Blätter abgeworfen.
Was den ganzen Sommer über in sattem Grün leuchtete,
liegt nun als Abfall auf dem Boden und wartet auf seine Entsorgung.
Winterpause.
Tot oder lebendig?
Auf den ersten Blick nicht mehr zu erkennen.
Warten auf die Kraft des Frühlings.
Aber bis da ist es noch lange hin.

Beelitz Heilstätten

August 15, 2009 von provinzler

Heute durfte ich den ersten Teil der Fotos unserer Beelitz-Exkursion abholen. Eine Auswahl kann auf den provinzfotos angeschaut werden.

Vom Tiger zum Leopard (Teil 3)

August 15, 2009 von provinzler

Am nächsten Morgen (es war ein Sonntag!) trieb es mich früh aus dem Bett. Meinen Bruder offensichtlich auch, denn um 6.30 Uhr hatte ich bereits eine Mail im (Webmail-)Postfach. Irgendwelche „plist“-Dateien sollte ich löschen, das wäre die Lösung des Problems.

Gleichzeitig versuchte ich die naheliegendste Lösung und „googelte“ mein Problem im Internet. Und siehe da: In einer Mac-Community fand ich den gleichen Hinweis, einschließlich der Fundstellen der plist-Übeltäter. Interessant war noch, dass es offenbar vielfach Probleme bei den Computern der Benutzer gegeben hat, die die Software aus dem Box-Set installiert haben.

Mir war es ersteinmal egal. Ich löschte die besagten Dateien und startete das Mail-Programm erneut. Ruckzuck füllte es sich mit meinen alten Mails und ich war erst einmal erleichtert.

Leider finde ich die entsprechenden Stellen nicht mehr, sonst hätte ich sie hier gerne verlinkt. Hilfsbereite „Macies“ finden sich in der Maccommunity und bei Macfix .

Nachdem dieses Problem nun gelöst war, ging es ans Genießen. Ich packte meine neue Festplatte aus (ein edles Teil namens MyBook) und schloss sie über den USB-Port an mein MacBook an. Dann teilte ich TimeMaschine mit, dass auf dieser Platte die Datensicherung vorgenommen werden sollte, und nach einer Sicherheits-Rückfrage („Alle Daten auf diesem Laufwerk werden gelöscht“) ging es los. Wie lange die erstmalige Datensicherung letztlich gedauert hat, weiss ich nicht. Als ich vom sonntäglichen Kirchgang zurückkam, war sie jedenfalls fertig. Und seit dem verleiht mir die kleine Uhr mit dem rückwärts gerichteten Pfeil am oberen Bildschirmrand das sichere Gefühl, jeder Hardware-Katastrophe gelassen entgegensehen zu können. Jedenfalls, so lange die Festplatte nicht kaputt geht :-)

Die Installation der Programmpakete iLife ´09 und iWork ´09 verlief gewohnt unspektakulär. Die Highlights waren hier für mich das neue iPhoto (endlich wird meine digitale Canon als Laufwerk erkannt) und das neue Pages, das der Microsoft-Konkurrenz um nichts nachsteht.

Jetzt muss ich noch meine alten MacWelt-Hefte herauskramen, die sich mit den Neuerungen des Leoparden beschäftigen. Viel Zeit habe ich nicht, denn im Herbst kommt ja der Schneeleopard. Und bei diesem Update bin ich dann bestimmt nicht einer der letzten, die es installieren.

Vom Tiger zum Leopard (Teil 2)

August 14, 2009 von provinzler

Nachdem unsere nette Postbotin die Pakete mit der Festplatte und der Software gebracht hatte, konnte es losgehen (na ja fast, denn nebenher beschäftigt uns ein kleines Umzugsprojekt, das haufenweise Freizeit bindet – aber das ist wieder eine andere Geschichte).

Materiell ist es nicht viel, das der Käufer für rund 140 Euro in der Hand hält: Eine kleine, gut fingerdicke Schachtel, die genau der Größe der DVDs entspricht. Faszinierend ist für mich immer wieder, wie wichtig Apple selbst die Kleinigkeiten sind: Die Box ist nicht mit einer „normalen“ Lasche verschlossen, sondern mit einer Schütt-Lasche, wie man sie von Bonbonschachteln kennt.

In der Bonbonschachtel befinden sich die Faltschachteln mit dem Leopard-OS X, dem iWork-Paket und dem iLife-Paket. Außerdem liegt der Box ein Aufkleber-Bogen in DVD-Größe mit 2 Apfelaufklebern bei.

Das Auspacken der Software ist ein haptisches Vergnügen. Hier fasst sich nichts billig an, selbst die DVDs stecken in Kunststoffhüllen, die mit den Fensterbriefumschlägen, in denen andere Silberlinge verpackt sind, nichts gemeinsam haben.

OK, genug geschwärmt.

Die Leopard-Verpackung trägt den Hinweis „Bitte zuerst installieren“. Hatte ich sowieso vor :-) . Um die Datensicherung brauchte ich mir dieses Mal keine Gedanken zu machen (vgl. Teil 1), denn bei meinem jungfräulichen Tiger-Betriebssystem gab es nichts, was der Sicherung wert gewesen wäre.
Also hinein mit der DVD in das MacBook und los geht‘s. Zunächst wird der Rechner gecheckt und die DVD getestet.

Zeit für einen Kaffee.

Dann geht es los: Vom Installationsprogramm veranschlagte Dauer: 1 Stunde 45 Minuten. Gut, dass grade die Sportschau anfängt.

Die veranschlagte Zeit wird nicht benötigt, denn beim Ende der Sportschau ist auch auch der Leopard startbereit. Das neue Dock mit dreidimensionaler Anmutung und der Schreibtischhintergrund im Star-Wars-Design zeigen, dass alles geklappt hat. Da die Hardware ja vom selben Hersteller stammt und ergo das Betriebssystem 100%ig darauf abgestimmt ist, ist das eigentlich keine Überraschung.

Die böse Überraschung stellt sich jedoch in dem Moment ein, als ich das Mail-Programm aufrufe.

Nichts!

Nach wie vor die unendlichen Weiten des Weltraums, aber keine Briefe.

Eine blaue Leuchtdiode unter dem Mail-Symbol im Dock und die Mail-Befehlsleiste am oberen Bildschirmrand zeigen an, dass das Programm geöffnet ist, aber seinen Dienst verweigert.

Über den „Fenster“-Menüpunkt lässt sich dann zwar das Hauptfenster öffnen, aber nur, um leere Verzeichnisse zu präsentieren. Und im „Senden“-Ordner dreht sich einsam das Windrad.

Beenden werden möchte es auch nicht mehr, aber als alter Windows-Anwender weiss man ja, wie man seine Pappenheimer mit dem „Sofort-beenden“-Befehl in den Allerwertesten tritt.

Als alter Windows-Anwender kennt man natürlich auch die Erste Hilfe namens Neustart.

Bringt auch nichts.

Da der Internetbrowser funktioniert, kann ich wenigstens über Webmail einen Hilferuf an meinen Bruder absetzen. Der hat schließlich den Umstieg schon lange hinter sich.

Damit ist es dann genug für diesen Abend. Der Leopard schafft es, meine freiwillige, vierwöchige Alkohoabstinenz zu beenden: Ich genehmige mir einen doppelten Aquavit und gehe frustriert ins Bett.

Wie das Mail-Programm dann doch noch zur Arbeitsaufnahme bewegt werden konnte, davon mehr in Teil 3 der Geschichte.

Vom Tiger zum Leopard (Teil 1)

August 10, 2009 von provinzler

Aus Schaden wird man klug. Vor drei Wochen wurde der Alptraum jedes Computerbesitzers für mich wahr: Meine Festplatte verreckte. Nachdem auch die letzten Hoffnungsblasen („Vielleicht lassen sich ja wenigstens noch ein paar Daten retten“) geplatzt waren, galt es, sich der traurigen Realität zu stellen. Alle seit zwei Jahren MacBook-Nutzung „verarbeiteten“ Daten waren unrettbar auf der defekten Festplatte. Und sie waren nur dort . Eine Datensicherung war zwar immer geplant, ist aber nie realisiert worden. Die Gründe sind im Nachhinein natürlich lachhaft: Welche externe Festplatte soll es sein? Firewire oder USB? Mit oder ohne eigene Stromversorgung? Welche Datensicherungssoftware soll eingesetzt werden, was gibt es überhaupt? Und so verging Woche um Woche, Monat um Monat. Bis zu besagtem Tag.

Doch: Eine marginale Datensicherung hatte ich gemacht. Die digitalen Fotos und die iTunes-Lieder waren zu 80 % als Sicherungskopie dupliziert.

Der finanzielle Verlust hielt sich in Grenzen. Der Mac-Händler meines Vertrauens tauschte direkt im Laden die defekte 60 GB-Platte gegen ein neues 320 GB-Pendant aus. Kostenpunkt 60 €, mit Einbau. Hätte ich die Geduld gehabt, die defekte Platte zur Begutachtung einschicken zu lassen und nach einer Woche eine neue zu bekommen, hätte der Austausch dank der „Protection Plan“-Garantieverlängerung überhaupt nichts gekostet. Aber eine Woche ohne Rechner? Undenkbar! Also rein mit der neuen Platte.

Zuhause dann nach nur einem Fehlversuch (neue Platten müssen formatiert werden :-) ) das schon etwas betagte OS X in der „Tiger“-Ausgabe wieder aufgespielt und ein jungfräulicher virtueller Schreibtisch strahlte mich an.

So etwas passiert mir nicht noch einmal, nahm ich mir vor. Doch wie sollte mein Datensicherungskonzept denn nun aussehen?

Ganz einfach. Der Computer sollte wieder den Platz in meinem Leben einnehmen, den ich ihm zum Zeitpunkt der Anschaffung zugedacht hatte. Und das war ein Hilfsmittel zum Schreiben, zum Online-Banking, zum Mailen oder Bücher-Einkaufen. Also war das passende Datensicherungskonzept ein ganz einfaches, nämlich möglichst wenig Daten zum Sichern zu produzieren. Im Klartext
- Duplikate von Texten ausdrucken und archivieren
- Musik auf CDs oder Venyl kaufen
- Fotos analog fotografieren und archivieren

Folgerichtig habe ich meine Internetseite vom Netz genommen und hätte wohl auch meine Blogs gelöscht, wenn dies möglich gewesen wäre.

Aber so weit ist es nicht gekommen.

Und Schuld daran ist eine Fototour mit meinem Bruder. Nach mehrmonatiger Vorlaufzeit haben wir es endlich geschafft, uns zu einer gemeinsamen Fotoexkursion zu treffen. Meinem Konzept folgend hatte ich meine digitale Canon EOS zu Hause gelassen und ausschließlich analoges Equipement in meinen Rucksack gestopft.

Die Exkursion war ein voller Erfolg, keine Frage. Das Fotografieren mit den beiden Prakticas und der EOS 33 machte Spass wie lange nicht. Und doch: Als ich meinen Bruder mit seiner Digitalen arbeiten sah und ein anderer Fotograf ausgerechnet das Modell benutzte, das zu Hause in meiner Tasche schlummerte, wurde ich schon ein wenig wehmütig. Normalerweise arbeite ich zweigleisig, d.h. ich fotografiere mit meiner Digitalen die „Brot-und-Butter-Fotos“ und versuche, mit den Analogen die besonderen Aufnahmen zu machen. Aber ich komme vom Thema ab. Jedenfalls vermisste ich meine Digitale. Und ich vermisste sie noch mehr, als mein Bruder mir schon am selben Abend auf seiner Internetseite seine Ergebnisse präsentieren konnte (und was für Ergebnisse!).

Seit diesem Abend schlich ich um das Mac Box Set herum. Dieses Set mit Betriebssystem-Update, iLife ´09 und iWork ´09 könnte viele meiner Probleme auf einen Schlag lösen:
- der Leopard hat mit TimeMachine ein komplettes Datensicherungskonzept integriert
- iLife ´09 würde mein iPhoto auf den neuesten Stand bringen, d.h. meine EOS 1000D würde endlich als Laufwerk erkannt werden
- iWork ´09 würde mein Textverarbeitungssystem Pages auf den aktuellen Stand bringen.

Eine passende externe Festplatte hatte ich mir zwischenzeitlich auch schon ausgesucht und als die Reparatur des Mopeds meiner Frau statt 400 € nur die Hälfte kosten sollte, war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meinem Vorsatz untreu wurde.

Und so orderte ich bei meinem Lieblings-Versender das Software-Paket nebst externer Festplatte. Pünktlich zum Wochenende konnte das Abenteuer des Umstiegs starten.

Davon handelt dann Teil 2 der Geschichte.

Stadt aus Eisen

August 10, 2009 von provinzler

In der Nähe von Dessau liegt in einem gefluteten Tagebau auf einer künstlich angelegten Halbinsel die Arena Ferropolis. „Arena“ deshalb, weil zwischen den ausrangierten Schaufelrad- und Eimerkettenbaggern und Absetzern Zuschauertribünen aufgebaut sind, die die Industriegiganten zur spektakulären Kulisse für Konzerte und andere Events machen.

Doch der Reihe nach: Schon seit meinem ersten Besuch im Neuseener Tagebau hatte ich die Idee, eines dieser riesigen Arbeitsgeräte zum Fotomotiv zu machen. Dem Internet sei Dank stiess ich auf die tolle Internetseite von Ferropolis. Hier gibt es also nicht nur einen dieser Monsterbagger zu sehen, sondern derer gleich fünf.

Die Anlage ist ab der Autobahnausfahrt Dessau-Ost sehr gut ausgeschildert und nach kurzer Zeit erreicht. An der Kasse empfiehlt es sich, nicht nur die Eintrittskarte zu lösen, sondern auch gleich einen elektronischen Führer zu mieten. Die obligatorischen Fakten zu den Maschinen sind mit unterhaltsamen Erfahrungsberichten ehemaliger Kumpel angereichert.

Unbedingt empfehlenswert ist der Besuch der kleinen Ausstellung in einer der ehemaligen Werkstätten. Hier kann man nicht nur Exponate aus dem Tagebau betrachten, sondern sieht (in der oberen Etage) auf einem Bild einen Absetzer in Aktion. Aber auch die Fotos von der Flutung des Tagebaus sind hochinteressant.

Eine weitere ehemalige Werkstatt beherbergt die Orangerie, die zu moderaten Preisen für das leibliche Wohl sorgt. Hier kann man auf Biergartenstühlen seinen Blick über die Anlage schweifen lassen oder man macht es wie wir und lässt sich seinen Kaffee „to go“ servieren, um ihn am Strand des Baggersees zu genießen. Und wenn jeder seinen benutzten Kaffeebecher wieder mitnimmt, bleibt der gepflegte Strand auch so schön sauber!

Hier wären wir dann auch schon bei den beiden Negativpunkten des Ausflugs: Zum einen hatten wir keine Badesachen dabei (unbedingt zu empfehlen!), zum anderen war nur eine der fünf Maschinen zum Besteigen freigegeben.

Dies wird uns aber bestimmt nicht davon abhalten, Ferropolis noch einmal zu besuchen.

Meine Fotos sind auf den provinzfotos zu sehen.

Wegwerfgesellschaft

Juni 25, 2009 von provinzler

Die neuste Geschichte aus der Provinz ist eine Geschichte aus dem Land des Überflusses.

Im Herbst letzten Jahres kauften wir eine Motorhacke. Das ist eine Art Mini-Pflug, um die Felder umzugraben und für die Aussaat vorzubereiten. Für unsere lächerlichen 3 Felder mit insgesammt kaum 200 qm Nutzfläche hielten wir das 140 € -Angebot eines großen Baumarktes für ausreichend, zumal die Maschine ja nur zweimal pro Jahr arbeiten musste.

Das hat sie auch getan. Bis zum letzten Arbeitsgang. Da brach die zigarrettenschachtelgroße Abdeckung eines Elektroteils ab. Mehrere dicke Streifen Tesa brachten das Teil provisorisch wieder an seiner Position, damit die Arbeit beendet werden konnte.

Da noch Garantie bestand, wurde das Gerät eingepackt und in den Baumarkt zurückgebracht, um zur Reparatur eingeschickt zu werden.

Gestern kam der Anruf aus dem Baumarkt: Das Gerät ist irreparabel, der Kaufpreis wird erstattet :-o .

Als Kunde sollte ich mich über die Kulanz des Baumarktes freuen. Tue ich auch, aber gleichzeitig kann ich nur den Kopf schütteln: der 3,5 PS-Motor, die Messer, der Tank, etc – alles noch in Ordnung! Wird einfach weggeworfen, weil ein 20 Cent-Plastikteil nicht mehr zu bekommen ist.

So schlecht kann es uns nicht gehen!

Gehwegplatten

Juni 23, 2009 von provinzler

Das nächste Projekt wartet schon: Für das Fundament unseres Pools haben wir 72 Gehwegplatten mit einem Gesamtgewicht von 1800 kg herangeschafft und anschließend vom Hänger abgeladen und an der Baustelle aufgestapelt:

Gehwegplatten

Jede Platte hat eine Kantenlänge von 50 cm und ein Gewicht von 25 kg. Dappadajayuppiyuppiyeah!

Eisessen in Werder

Juni 22, 2009 von provinzler

Ich hätte nie gedacht, dass mein billiges Canon-Plastic-Kit-Objektiv so ein schönes Bokeh zaubern kann.
Eisessen

(Ok, ist bei dieser Größe nicht so gut erkennbar :-( )

Kitsch

Juni 21, 2009 von provinzler

Bei einem Spaziergang habe ich in einem Laden für Überflüssiges diese Spatzen aus Bronze gesehen:

Spatzen alt

Ich konnte nicht widerstehen. Jetzt sitzen drei von ihnen auf dem Fensterbrett meines Arbeitszimmers :-)

Spatzen neu