Die neuste Geschichte aus der Provinz ist eine Geschichte aus dem Land des Überflusses.
Im Herbst letzten Jahres kauften wir eine Motorhacke. Das ist eine Art Mini-Pflug, um die Felder umzugraben und für die Aussaat vorzubereiten. Für unsere lächerlichen 3 Felder mit insgesammt kaum 200 qm Nutzfläche hielten wir das 140 € -Angebot eines großen Baumarktes für ausreichend, zumal die Maschine ja nur zweimal pro Jahr arbeiten musste.
Das hat sie auch getan. Bis zum letzten Arbeitsgang. Da brach die zigarrettenschachtelgroße Abdeckung eines Elektroteils ab. Mehrere dicke Streifen Tesa brachten das Teil provisorisch wieder an seiner Position, damit die Arbeit beendet werden konnte.
Da noch Garantie bestand, wurde das Gerät eingepackt und in den Baumarkt zurückgebracht, um zur Reparatur eingeschickt zu werden.
Gestern kam der Anruf aus dem Baumarkt: Das Gerät ist irreparabel, der Kaufpreis wird erstattet
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Als Kunde sollte ich mich über die Kulanz des Baumarktes freuen. Tue ich auch, aber gleichzeitig kann ich nur den Kopf schütteln: der 3,5 PS-Motor, die Messer, der Tank, etc – alles noch in Ordnung! Wird einfach weggeworfen, weil ein 20 Cent-Plastikteil nicht mehr zu bekommen ist.
So schlecht kann es uns nicht gehen!
Schlagworte: Bauernhof, Gesellschaft, Landwirtschaft, Selbstversorgung, Wegwerfgesellschaft