Dieses Wochenende habe ich zeitplanungsmäßig einen Systemwechsel vollzogen und mich von meinem tempus-Zeitplaner verabschiedet. Ich habe mir statt dessen einen filofax Planer in der Größe „Personal“ bestellt.

Warum habe ich tempus nach 16jähriger Treue den Laufpass gegeben?
Wenn ich mir den Internet-Auftritt von tempus ansehe, merke ich, dass die – schriftliche – Zeitplanung offensichtlich nur noch einen kleinen Bereich des Geschäftsfeldes bildet. Der Schwerpunkt liegt auf Seminarangeboten und Unternehmensberatung. Schon lange enthielt die jährliche Katalogsendung neben dem Zeitplanungs-Prospekt auch einen Seminarkatalog von mindestens gleichem Umfang. Diversifikation ist ja an sich nicht schlecht, aber bei tempus hatte ich seit längerem den Eindruck, dass der Bereich Zeitplanung vom Kernbereich in den Randbereich abgedrängt wurde und nur noch – fast mag man sagen lustlos – mitgeschleppt wurde. Neue Ideen wurden nur noch entwickelt, wenn es darum ging, Alibis zu finden, um die Koexistenz von „Papierplanung“ und elektronischer Planung (Outlook, Palm etc.) zu rechtfertigen. Von Anfang an hat tempus hier m.E. auf‘s falsche Pferd gesetzt und es nicht verstanden, dass ein begeisterter Papierplaner, für den es ein haptisches Vergnügen ist, seinen Planer in die Hand zu nehmen um darin zu arbeiten, niemals zum Knöpfchendrücker eines Minicomputers werden wird.
Ganz anders ist da die Konkurrenz: Schaut man sich den Internetauftritt von filofax an, so sieht man einen Hersteller, der hundertprozentig bei der Papierplanung geblieben ist. In der riesigen Auswahl von Größen, Ringbüchern, Einlagen, Kalenderformaten und Zubehör sucht man nur eines vergebens: Ringbücher oder Zubehörteile, die die Verbindung zur elektronischen Welt herstellen.
So lange ich mit meinem tempus vernünftig arbeiten konnte, hat mich das nicht gestört. Daran, dass immer weniger Formulare angeboten wurden, hatte ich mich schon gewöhnt. Hier hatte tempus auch wieder auf die Elektronik gesetzt und die Möglichkeit des Ausdruckens der Formulare von CD oder per Download vorgesehen. Dass ich als Anwender lieber in den Archivordner greife und das benötigte Formular in das Ringbuch hefte, statt Laptop und Drucker anzuwerfen, kennzeichnet mich vermutlich als rückständig. Jetzt wollte ich allerdings das Kalenderformat von Tages- auf Wochenplanung wechseln. Natürlich bietet tempus auch ein Wochenformat an.

Doch mit dieser eigenartigen “Quer-Anordnung” habe ich mich nie anfreunden können. Christine kommt damit hervorragend zurecht, und so mag es einfach eine Sache der persönlich Vorliebe sein – ich könnte mich daran jedenfalls nie gewöhnen. Für mich gehören die zu einem Wochentag gehörenden Eintragungen in ein Kästchen untereinander und nicht auf eine sich über beide Seiten erstreckende Zeile.
Die Lustlosigkeit, mit der ich meinen tempus in letzter Zeit in die Hand nahm, hat mir eigentlich gezeigt, wie sehr die Liebe schon abgekühlt war. Terminplanung fand überwiegend im Outlook meines Dienstcomputers statt, allenfalls ein Backup in den tempus-Jahresplaner. Dafür wieder Zettelwirtschaft und die „Gelbe Gefahr“ in Form der allgegenwärtigen Post-its.
Jetzt freue ich mich auf das Eintreffen meines „filo“ und bin überzeugt davon, meine Zeit- und Lebensplanung wieder auf eine neue Basis stellen zu können.

Ich habe das mit Tempus genauso empfunden: dass das Zeitplsnsystem immer mehr durch das ganze Seminar- und Unternehmensberatungs-Geschäft verdrängt wird. Mein erster tempus-Katalog 1998 hatte noch ca. 80 Seiten “nur” für das Zeitplansystem!
Ausserdem finde ich tempus mittlerweile ganz schön teuer. Früher dachte ich immer, “Filofax kann ich mir nicht leisten”… dabei ist tempus sogar teurer.
Hallo Iris,
schön dass du mal vorbei schaust.
Ich habe auch die jährlichen tempus-Kataloge gesammelt (mein erster ist von 1991!). Und seit 1994 war ich dann treuer tempus-Anwender, denn genau wie du hatte ich filofax immer als “Luxus-Firma” empfunden.
Heute ist es nun umgekehrt: Für meinen tempus-Jahresinhalt hätte ich rund 60 Euro (!) bezahlen müssen. Dafür würde ich bei filofax schon einen kompletten Ordner (mit Inhalt) bekommen.
Die Tempus-Ordner (die ich bisher übrigens nicht kannte) schauen auch irgendwie “altmodisch” aus. Am schrecklichsten sind die Dinger, die aussehen, als ob jemand einen Bissen draus genommen hätten ….
Hallo Judith,
die “Lücke” auf der Vorderseite sollte den Zugriff auf den Stift erleichtern. Fand ich irgendwie witzig
Aber so schlimm fand ich die Ordner nicht. Ich hätte mir als nächstes den hier zugelegt. Der hat sogar einen Design-Preis gewonnen.
[...] bin ich Ende letzten Jahres vom tempus zum filofax gewechselt. filofax bietet für seine Ringbücher eine Menge verschiedener Einlagen an, eines [...]
Hab´s genauso empfunden und nun auch genauso in die Tat umgesetzt.
Bin von tempus zu filofax gewechselt.
Tempus ist schon lange nicht mehr gut!
Und, welches Format und welches Ringbuch hast du dir ausgesucht? Die Kombinationsmöglichkeiten bei filofax sind ja überwältigend.
[...] gut einem Jahr habe ich einen Systemwechsel von tempus zu Filofax vollzogen. Seit dieser Zeit ist mir mein Begleiter mit den 6 Ringen wieder [...]